Fühlen Sie und Ihr Partner sich in immer gleichen Konflikten gefangen oder emotional voneinander distanziert? Erleben Sie Ihre Beziehung manchmal wie ein ständiges Auf und Ab, geprägt von Missverständnissen und Frustrationen? Solche Herausforderungen sind häufig der Grund, warum Paare den Weg in eine Paartherapie suchen. Gewaltfreie Kommunikation (GFK) kann dabei ein Schlüssel sein, um destruktive Muster zu durchbrechen und eine tiefere Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Partner herzustellen.
Kurz erklärt: Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist eine von Marshall B. Rosenberg entwickelte Gesprächsmethode in vier Schritten – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte. Statt Vorwürfen und Verteidigung entstehen Ich-Aussagen, die der andere hören kann, ohne in Abwehr zu gehen. In der Paartherapie ist sie eines der wirksamsten Werkzeuge, um festgefahrene Konflikte zu entschärfen.

In der Paartherapie lernen Paare, wie sie:
Die meisten Paare beginnen eine Paartherapie, weil sie mit folgenden Herausforderungen kämpfen:
Die gewaltfreie Kommunikation basiert auf vier einfachen, aber wirkungsvollen Schritten, die Sie in der Paartherapie erlernen und üben:
Die vier Schritte der GFK sind ein präzises Werkzeug – aber mitten in einem aufgeladenen Moment sind vier Schritte manchmal drei zu viel. Deshalb arbeite ich in der Paartherapie zusätzlich mit einer vereinfachten Alltagsform, der 3W-Regel. Sie besteht aus drei Fragen an sich selbst:
Wer diese drei Fragen beantwortet, spricht automatisch in Ich-Aussagen statt in Du-Vorwürfen – Beobachtung, Gefühl und Bitte in einer Form, die sich auch am Küchentisch abrufen lässt, wenn die Emotionen hochkochen. Der eigene Standpunkt klingt nicht mehr wie eine unumstößliche Wahrheit, Wünsche kommen nicht mehr als Anschuldigung verpackt an. Viele Paare nutzen die 3W-Regel nach einiger Übung wie einen inneren Kompass: kurz innehalten, die drei Fragen durchgehen – und dann sprechen. Genau in den Momenten, in denen es früher gekippt wäre.
Beispiel 1: Ein Partner fühlt sich ignoriert
Beispiel 2: Konflikte wegen kultureller Unterschiede
Ein wesentlicher Bestandteil der Paartherapie ist das Wiederherstellen von Rapport, also einer harmonischen Verbindung zwischen den Partnern. Rapport entsteht, wenn beide Partner einander wirklich zuhören und verstehen, was der andere fühlt und braucht. Dazu muss man sich sozusagen in die Energie des Anderen einfühlen und manchmal diese auch spiegeln. In der Therapie lernen Paare, wie sie durch achtsames Zuhören und ehrliche Gespräche einen emotionalen Gleichklang schaffen können.
Ein Beispiel:
Statt zu sagen: „Du verstehst mich einfach nicht!“
Probieren Sie: „Ich habe das Gefühl, dass wir oft aneinander vorbeireden. Ich wünsche mir, dass du versuchst, meine Perspektive nachzuvollziehen.“ Wo alte, unausgesprochene Verletzungen im Weg stehen, braucht es manchmal zuerst einen anderen Schritt: Vergebung in der Partnerschaft.
Die Paartherapie bietet einen sicheren Raum, in dem Sie gemeinsam mit Ihrem Partner an Ihrer Beziehung arbeiten können. Sie lernen nicht nur, Konflikte zu entschärfen, sondern auch, wie Sie gewaltfreie Kommunikation im Alltag anwenden, um langfristig Harmonie und Vertrauen aufzubauen. Oftmals beginnen diese Veränderungen mit kleinen Schritten – und der Bereitschaft, den Partner auf einer tieferen Ebene kennenzulernen.
Wenn Sie das gerne nicht nur lesen, sondern gemeinsam üben möchten: Eine typische Sitzung dauert 90 Minuten und wird im Abstand von zwei Wochen empfohlen. In dringenden Fällen sind auch wöchentliche Termine möglich. Einzelgespräche für einen der Partner sind ebenfalls sinnvoll, um persönliche Trigger und Herausforderungen zu bearbeiten.
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Eine von Marshall B. Rosenberg entwickelte Gesprächsmethode, die Vorwürfe durch Ich-Aussagen ersetzt: Man beschreibt, was man beobachtet, welches Gefühl und Bedürfnis dahintersteht, und formuliert eine konkrete Bitte. So kann der andere zuhören, ohne in Verteidigung zu gehen.
Beobachtung (beschreiben ohne zu bewerten), Gefühl (die eigene Empfindung benennen), Bedürfnis (was dahintersteht) und Bitte (konkret, ohne Forderung). In der Paartherapie üben wir diese Schritte an Ihren echten Konfliktsituationen.
Eine vereinfachte Alltagsform der GFK aus drei Fragen: Was nehme ich wahr? Wie wirkt es auf mich? Was wünsche ich mir? Sie führt automatisch zu Ich-Aussagen und ist auch in aufgeladenen Momenten schnell abrufbar.
Ja, in erstaunlichem Maß. Wenn eine Person aufhört, mit Vorwürfen zu sprechen, verändert sich die Dynamik des Gesprächs oft spürbar – Eskalationen laufen ins Leere. In der Paartherapie ist es dennoch am wirkungsvollsten, wenn beide die Methode kennen; ergänzende Einzelsitzungen sind ebenfalls möglich.
Ja. Die GFK ist fester Bestandteil sowohl der Paartherapie vor Ort in Berlin-Mitte als auch der Paarberatung online per Video – die Übungen funktionieren im Video-Format genauso gut.
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