Ver­ge­bung in der Part­ner­schaft: Wie Ver­let­zun­gen ihre Last ver­lie­ren – und wie Paar­the­ra­pie dabei unterstützt
Johan­nes von Gwinner
Jetzt Ter­min vereinbaren
Ver­ge­bung in der Part­ner­schaft: Wie Ver­let­zun­gen ihre Last ver­lie­ren – und wie Paar­the­ra­pie dabei unterstützt
Johan­nes von Gwinner
Jetzt Ter­min vereinbaren
Paartherapie und Psychotherapie in Berlin oder online - Johannes von Gwinner

Vergebung in der Partnerschaft: Wie Verletzungen ihre Last verlieren – und wie Paartherapie dabei unterstützt

Kurz zusam­men­ge­fasst: Unaus­ge­spro­che­ne Ver­let­zun­gen ver­schwin­den nicht – sie belas­ten die Bezie­hung wei­ter, oft in Streits über schein­bar ganz ande­re The­men. Ver­ge­bung braucht, dass der Schmerz voll­stän­dig aus­ge­spro­chen, wirk­lich gehört und auf­rich­tig aner­kannt wird; sie bedeu­tet nicht, dass die Ver­let­zung in Ord­nung war. Die Paar­the­ra­pie bie­tet dafür einen geschütz­ten Rah­men – beson­ders nach tie­fen Ver­let­zun­gen wie einer Affäre.

In fast jeder län­ge­ren Bezie­hung gibt es sie: Momen­te, in denen einer den ande­ren ver­letzt hat. Ein Satz im Streit, der zu weit ging. Ein Allein­ge­las­sen-Wer­den in einer schwe­ren Zeit. Ein gebro­che­nes Ver­spre­chen, ein Ver­trau­ens­bruch. Man­che die­ser Ver­let­zun­gen lie­gen Jah­re zurück – und wir­ken trotz­dem bis heute.

Das Tücki­sche dar­an: Unaus­ge­spro­che­ne oder nicht aner­kann­te Ver­let­zun­gen ver­schwin­den nicht. Sie war­ten. Und sie mel­den sich zurück – im nächs­ten Streit, der eigent­lich um etwas ganz ande­res ging, in einer Bit­ter­keit, die sich in den Ton­fall schleicht, in einer Distanz, die kei­ner mehr erklä­ren kann. Vie­le Paa­re, die in die Paar­the­ra­pie kom­men, strei­ten schein­bar über die Gegen­wart – und in Wahr­heit über eine Ver­gan­gen­heit, die nie wirk­lich ver­ar­bei­tet wurde.

Warum “Schwamm drüber” nicht funktioniert

Der ver­ständ­li­che Impuls ist oft: nicht mehr dar­an rüh­ren. Es ist doch lan­ge her. Doch Zude­cken ist nicht das­sel­be wie Ver­ge­ben. Solan­ge eine Ver­let­zung nicht wirk­lich aus­ge­spro­chen und vom ande­ren gehört wur­de, bleibt sie eine offe­ne Rech­nung – und offe­ne Rech­nun­gen ver­gif­ten auf Dau­er auch die schö­nen Momen­te. Der ver­letz­te Part­ner war­tet, oft ohne es selbst so zu benen­nen, auf etwas: dar­auf, dass der Schmerz gese­hen und aner­kannt wird.

Was Vergebung braucht – und was sie nicht bedeutet

Ver­ge­bung ist kein ein­zel­ner Moment, son­dern ein Weg. Er beginnt damit, dass die Ver­let­zung aus­ge­spro­chen wer­den darf – voll­stän­dig, ohne dass der ande­re sich sofort ver­tei­digt oder rela­ti­viert. Das ist schwe­rer, als es klingt: Wer hört, dass er den gelieb­ten Men­schen ver­letzt hat, möch­te instink­tiv erklä­ren, ein­ord­nen, sich recht­fer­ti­gen. Doch genau das lässt den ande­ren mit sei­nem Schmerz allein. Der ers­te Schritt ist des­halb: wirk­lich zuhö­ren und aner­ken­nen, dass der Schmerz real ist – unab­hän­gig davon, ob die Ver­let­zung so gemeint war.

Dann kommt es oft auf genau die rich­ti­gen Wor­te an. Ein bei­läu­fi­ges “Tut mir leid, okay?” kommt sel­ten an. Eine Ent­schul­di­gung wird als auf­rich­tig erlebt, wenn sie kon­kret benennt, was gesche­hen ist und was es beim ande­ren aus­ge­löst hat – ohne “aber”. Manch­mal braucht es meh­re­re Anläu­fe, bis die Wor­te gefun­den sind, die wirk­lich erreichen.

Und wich­tig: Ver­ge­bung bedeu­tet nicht, dass die Ver­let­zung in Ord­nung war. Sie bedeu­tet auch nicht, dass sofort alles wie­der gut sein muss. Manch­mal ist ehr­li­ches Gehört-Wer­den der ers­te, für den Moment aus­rei­chen­de Schritt – das Ver­ge­ben selbst darf Zeit brau­chen. Was sich aber oft schnell ver­än­dert: Die Ver­let­zung muss nicht mehr als Waf­fe oder Mau­er zwi­schen bei­den ste­hen. Vie­le Paa­re beschrei­ben nach einem sol­chen Gespräch ein Gefühl, das sie lan­ge nicht kann­ten – als wür­de eine Last, die bei­de getra­gen haben, end­lich abgestellt.

Wenn es allein nicht gelingt: Vergebung in der Paartherapie

Gera­de bei tie­fen Ver­let­zun­gen – etwa nach einer Affä­re oder einem ande­ren Ver­trau­ens­bruch – gelingt die­ser Weg zu zweit oft nicht. Zu schnell kip­pen die Gesprä­che in Vor­wurf und Ver­tei­di­gung, zu groß ist die Angst, den Schmerz noch ein­mal ganz zu füh­len. In der Paar­the­ra­pie schaf­fen wir dafür einen geschütz­ten Rah­men: Bei­de kom­men zu Wort, kei­ner wird über­rollt, und ich ach­te als unpar­tei­ischer Drit­ter dar­auf, dass das Gesag­te wirk­lich ankom­men kann. Wie eine Spra­che aus­sieht, die dabei nicht erneut ver­letzt, beschrei­be ich im Bei­trag zur gewalt­frei­en Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Ich beglei­te Paa­re auf die­sem Weg vor Ort in mei­ner Pra­xis in Ber­lin-Mit­te oder in der Paar­the­ra­pie online per Video – auf Deutsch und Eng­lisch. Wenn zwi­schen Ihnen etwas Unaus­ge­spro­che­nes steht: Ein kos­ten­frei­es 15-minü­ti­ges Erst­ge­spräch ist ein guter ers­ter Schritt.

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin
  • Ich bera­te Sie indi­vi­du­ell und unver­bind­lich unter 030 54907420 oder per Mail: office@johannes-gwinner.com
  • Hin­ter­las­sen Sie unten ihre Kon­takt­da­ten, ich mel­de mich ger­ne bei Ihnen.
  • Buchen Sie einen kos­ten­lo­sen Bera­tungs­ter­min online hier:
 

Kon­takt
Johan­nes v. Gwinner
Heil­prak­ti­ker für Psychotherapie
Neue Jakobstra­ße 1–3
10179 Ber­lin (Mit­te)
(Klin­gel: Kör­per­raum Mit­te, 2. OG links)
 

Tele­fon — Mail

+49 30 54907420

office@johannes-gwinner.com

 

Kos­ten­lo­se Bera­tung buchen

Wei­te­re Berich­te von mei­nen Klient*innen.

Infor­ma­tio­nen zu Prei­sen und Pake­ten für Hyp­no­se und Psy­cho­the­ra­pie in Ber­lin Mitte.

Jetzt kostenlose Beratung buchen, ca. 15 Min

Sie wer­den zum online Dienst Calend­ly wei­ter­ge­lei­tet, wo Sie ein Datum und eine Uhr­zeit aus­wäh­len kön­nen. Sie erhal­ten eine E‑Mail Erin­ne­rung und auch die Mög­lich­keit, Ter­mi­ne zu ändern oder zu stornieren. 

Paartherapie-Termin buchen

Sie wer­den zum online Dienst Calend­ly wei­ter­ge­lei­tet, s.o.

Kontakt

 

Neue Jakobstra­ße 1–3
10179 Ber­lin (Mit­te)
(Klin­gel: Kör­per­raum Mit­te, 2. OG links)
 

Telefon — Mail

+49 30 54907420

office@johannes-gwinner.com

 

Nachricht senden: