Was Kin­der von den Kon­flik­ten ihrer Eltern ler­nen – und wie Paar­the­ra­pie Eltern unter­stüt­zen kann
Johan­nes von Gwinner
Jetzt Ter­min vereinbaren
Was Kin­der von den Kon­flik­ten ihrer Eltern ler­nen – und wie Paar­the­ra­pie Eltern unter­stüt­zen kann
Johan­nes von Gwinner
Jetzt Ter­min vereinbaren
Paartherapie und Psychotherapie in Berlin oder online - Johannes von Gwinner

Was Kinder von den Konflikten ihrer Eltern lernen – und wie Paartherapie Eltern unterstützen kann

Kurz zusam­men­ge­fasst: Kin­der spü­ren Span­nun­gen zwi­schen ihren Eltern auch ohne lau­ten Streit. Anhal­ten­de Eltern­kon­flik­te oder eine Tren­nung kön­nen für Kin­der trau­ma­tisch sein: Ihre gan­ze Welt gerät ins Wan­ken, vie­le geben sich selbst die Schuld, und ihr Selbst­wert wird tief ver­un­si­chert – bis hin zum Schluss, Lie­be sei an Bedin­gun­gen geknüpft. Ent­schei­dend ist, wie Eltern mit Kon­flik­ten umge­hen und ob Kin­der auch die Ver­söh­nung mit­er­le­ben. Paar­the­ra­pie kann Eltern dabei unter­stüt­zen – auch auf dem Weg zu einer kind­ge­rech­ten Trennung.

Vie­le Eltern, die zu mir in die Paar­the­ra­pie kom­men, tra­gen neben ihren Bezie­hungs­pro­ble­men noch eine zwei­te, oft schwe­re­re Last: die Sor­ge um ihre Kin­der. “Was bekom­men die Klei­nen von all dem mit?” – und, lei­ser dahin­ter: “Was macht das mit ihnen?”

Die ehr­li­che Ant­wort: Kin­der bekom­men mehr mit, als wir den­ken. Sie spü­ren Span­nun­gen zwi­schen ihren Eltern sehr genau – auch dann, wenn nie laut gestrit­ten wird. Das ange­spann­te Schwei­gen am Früh­stücks­tisch, die Käl­te zwi­schen zwei Sät­zen, die Erleich­te­rung, wenn ein Eltern­teil das Haus ver­lässt: All das regis­trie­ren Kin­der, lan­ge bevor sie es in Wor­te fas­sen kön­nen. Man­che reagie­ren mit Rück­zug, man­che mit Bauch­weh, man­che damit, dass sie beson­ders brav wer­den – als könn­ten sie den Frie­den her­stel­len, den die Eltern nicht finden.

Kinder lernen an uns, was Konflikt bedeutet

Kin­der ler­nen nicht in ers­ter Linie aus dem, was wir ihnen sagen – son­dern aus dem, was sie an uns beob­ach­ten. Am Umgang ihrer Eltern mit­ein­an­der ler­nen sie, was ein Kon­flikt ist und wie man damit umgeht: ob man sich anschreit oder schwei­gend bestraft. Ob Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten gefähr­lich sind oder aus­halt­bar. Ob man nach einem Streit wie­der zuein­an­der fin­det – oder ob Ver­let­zun­gen ein­fach ste­hen bleiben.

Die­se Vor­la­ge neh­men sie mit: in ihre Freund­schaf­ten, spä­ter in ihre eige­nen Bezie­hun­gen, in ihr eige­nes Elternsein.

Warum können Elternkonflikte für Kinder traumatisch sein?

Um zu ver­ste­hen, wie tief elter­li­che Kon­flik­te wir­ken kön­nen, hilft ein Blick durch die Augen des Kin­des: Die Fami­lie ist für Kin­der nicht ein Lebens­be­reich unter vie­len – sie ist die gan­ze Welt. Der Ort, an dem sie Lie­be, Rück­halt und Sicher­heit fin­den sol­len, das ein­zi­ge Bezie­hungs­ge­fü­ge, das sie ken­nen. Wenn die bei­den wich­tigs­ten Men­schen die­ser Welt gegen­ein­an­der ste­hen, sich dau­er­haft nicht mehr gut ver­ste­hen – oder ein Eltern­teil die Fami­lie ver­lässt –, dann zer­bricht für das Kind nicht “nur” die Bezie­hung der Eltern. Für das Kind bricht eine gan­ze Welt zusam­men. Genau das kann ein Kind als trau­ma­tisch erle­ben – ver­bun­den mit einer tie­fen emo­tio­na­len Unsi­cher­heit, oft auch mit der Angst, eines Tages den ande­ren Eltern­teil eben­falls zu verlieren.

Was dabei mit dem Selbst­wert des Kin­des geschieht, wird häu­fig unter­schätzt. Kin­der bezie­hen ent­wick­lungs­be­dingt fast alles, was in ihrer Fami­lie geschieht, auf sich selbst. Aus dem Streit der Eltern oder dem Weg­gang eines Eltern­teils zie­hen vie­le Kin­der – ohne es in Wor­te fas­sen zu kön­nen – einen fol­gen­schwe­ren Schluss: Man wird auf die­ser Welt nicht bedin­gungs­los geliebt, son­dern nur, wenn man auf eine bestimm­te Wei­se ist. Und wenn nicht, kann es sein, dass man gehen muss – sogar aus der eige­nen Fami­lie. Das sät tie­fe Zwei­fel: an der Ver­läss­lich­keit von Lie­be und Bin­dung, und am eige­nen Wert.

Vie­le Kin­der begin­nen des­halb, sich selbst die Schuld zu geben: “Wäre ich bra­ver gewe­sen, wür­den Mama und Papa sich nicht strei­ten.” So irra­tio­nal das aus Erwach­se­nen­sicht ist – für das Kind ist es real. Sol­che Schuld­ge­füh­le kön­nen bis ins Jugend- und Erwach­se­nen­al­ter nach­wir­ken, bis in die eige­nen spä­te­ren Bezie­hun­gen hin­ein. Dazu kommt die Hilf­lo­sig­keit: Kin­der kön­nen den Kon­flikt ihrer Eltern weder ver­ste­hen noch ver­hin­dern – und füh­len sich damit oft allein. Und noch etwas wiegt schwer: Kin­der bau­en ihre Iden­ti­tät aus bei­den Eltern­tei­len auf. Wird im Streit ein Eltern­teil abge­wer­tet, trifft das immer auch das Kind selbst – “Wenn Papa schlecht ist und ich ein Teil von Papa bin, was bedeu­tet das dann über mich?”

Das alles ist der Kern des­sen, was Eltern­kon­flik­te für Kin­der so erschüt­ternd machen kann. Und zugleich gilt: Nichts davon ist unaus­weich­lich. Kin­der kön­nen all das gut ver­kraf­ten, wenn sie erle­ben, dass Kon­flik­te gelöst wer­den, dass nie­mand sie ver­ant­wort­lich macht – und dass die Lie­be zu ihnen nicht zur Ver­hand­lung steht.

Das ist keine Schuldzuweisung – im Gegenteil

Wenn Sie das lesen und ein schlech­tes Gewis­sen spü­ren: Genau das ist nicht der Punkt. Kein Eltern­teil strei­tet vor sei­nen Kin­dern, weil es ihm gleich­gül­tig wäre. Kon­flik­te gehö­ren zu jeder Bezie­hung – und Kin­der müs­sen nicht in einer kon­flikt­frei­en Welt auf­wach­sen, um gesund zu blei­ben. Ent­schei­dend ist etwas ande­res: nicht ob Eltern Kon­flik­te haben, son­dern wie sie damit umge­hen – und vor allem, ob Kin­der auch die Ver­söh­nung mit­er­le­ben dürfen.

Eltern, die ler­nen, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten respekt­voll aus­zu­tra­gen und sich danach sicht­bar wie­der zuzu­wen­den, geben ihren Kin­dern etwas unge­mein Wert­vol­les mit – oft wert­vol­ler als eine schein­bar per­fek­te, kon­flikt­freie Fas­sa­de: die Erfah­rung, dass man strei­ten kann und sich trotz­dem liebt. Dass Bezie­hun­gen Ris­se aus­hal­ten. Dass man Feh­ler ein­ge­ste­hen und um Ver­zei­hung bit­ten kann.

Genau dar­an arbei­ten wir in der Paar­the­ra­pie: an einer Spra­che, die nicht ver­letzt (gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on), am Ver­ste­hen der eige­nen Streit­mus­ter und dar­an, wie Ver­let­zun­gen wirk­lich ver­ge­ben wer­den kön­nen. Vie­le Eltern beschrei­ben es als die viel­leicht größ­te Ent­las­tung über­haupt, wenn zu Hau­se spür­bar mehr Ruhe ein­kehrt – für die Bezie­hung, und für die Kin­der, die end­lich auf­at­men können.

Wie gelingt eine Trennung kindgerecht?

Manch­mal führt der gemein­sa­me Weg in der Paar­the­ra­pie zu einer ande­ren Klar­heit: dass eine Tren­nung der ehr­li­che­re Schritt ist. Auch dann – gera­de dann – lohnt sich Beglei­tung. Eine bewusst gestal­te­te, kind­ge­rech­te Tren­nung kann Kin­dern vie­les erspa­ren, was ein unbe­glei­te­ter Rosen­krieg anrich­tet: den Loya­li­täts­kon­flikt, das Gefühl, sich für einen Eltern­teil ent­schei­den zu müs­sen, und eine wei­te­re Ver­tie­fung der oben beschrie­be­nen Selbst­zwei­fel und Schuld­ge­füh­le. Zen­tral ist dabei die wie­der­hol­te, kla­re Bot­schaft an die Kin­der: Ihr tragt kei­ne Schuld – und ihr wer­det von uns bei­den wei­ter geliebt, bedin­gungs­los. Eltern blei­ben Eltern – und wie sie die­sen Über­gang gestal­ten, prägt ihre Kin­der oft mehr als die Tren­nung selbst.

Paartherapie: ein erster Schritt für Ihre Beziehung und Ihre Familie

Ich beglei­te Paa­re und Eltern vor Ort in mei­ner Pra­xis in Ber­lin-Mit­te oder in der Paar­be­ra­tung online per Video – gera­de für Eltern oft der prak­ti­sche­re Weg: kei­ne Baby­sit­ter-Orga­ni­sa­ti­on, Ter­mi­ne auch abends, wenn die Kin­der schla­fen. Sit­zun­gen fin­den auf Deutsch oder Eng­lisch statt.

Wenn Sie sich in die­sem Text wie­der­ge­fun­den haben: Ein kos­ten­frei­es 15-minü­ti­ges Erst­ge­spräch ist ein unver­bind­li­cher Anfang – für Sie bei­de, und für Ihre Kinder.

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin
  • Ich bera­te Sie indi­vi­du­ell und unver­bind­lich unter 030 54907420 oder per Mail: office@johannes-gwinner.com
  • Hin­ter­las­sen Sie unten ihre Kon­takt­da­ten, ich mel­de mich ger­ne bei Ihnen.
  • Buchen Sie einen kos­ten­lo­sen Bera­tungs­ter­min online hier:
 

Kon­takt
Johan­nes v. Gwinner
Heil­prak­ti­ker für Psychotherapie
Neue Jakobstra­ße 1–3
10179 Ber­lin (Mit­te)
(Klin­gel: Kör­per­raum Mit­te, 2. OG links)
 

Tele­fon — Mail

+49 30 54907420

office@johannes-gwinner.com

 

Kos­ten­lo­se Bera­tung buchen

Wei­te­re Berich­te von mei­nen Klient*innen.

Infor­ma­tio­nen zu Prei­sen und Pake­ten für Hyp­no­se und Psy­cho­the­ra­pie in Ber­lin Mitte.

Jetzt kostenlose Beratung buchen, ca. 15 Min

Sie wer­den zum online Dienst Calend­ly wei­ter­ge­lei­tet, wo Sie ein Datum und eine Uhr­zeit aus­wäh­len kön­nen. Sie erhal­ten eine E‑Mail Erin­ne­rung und auch die Mög­lich­keit, Ter­mi­ne zu ändern oder zu stornieren. 

Paartherapie-Termin buchen

Sie wer­den zum online Dienst Calend­ly wei­ter­ge­lei­tet, s.o.

Kontakt

 

Neue Jakobstra­ße 1–3
10179 Ber­lin (Mit­te)
(Klin­gel: Kör­per­raum Mit­te, 2. OG links)
 

Telefon — Mail

+49 30 54907420

office@johannes-gwinner.com

 

Nachricht senden: