Was ist Depression? Wie kann sie behandelt werden und was sind die Symptome?

Depression ist eine häufige Erkrankung, die sich negativ darauf auswirkt, wie Sie sich fühlen, wie Sie denken und wie Sie handeln. 

Glück­li­cher­wei­se ist sie behandelbar. 

Eine Depres­si­on ver­ur­sacht Gefüh­le von Trau­rig­keit und/​oder einen Ver­lust des Antriebs oder Inter­es­ses an Akti­vi­tä­ten, die Sie viel­leicht frü­her ein­mal genos­sen haben. Sie kann zu einer Viel­zahl von emo­tio­na­len und kör­per­li­chen Pro­ble­men füh­ren und Ihre Fähig­keit, am Arbeits­platz und zu Hau­se zu funk­tio­nie­ren, einschränken.

Informationen zu Depression und Hypnose in Berlin

Infor­ma­tio­nen zu Depres­si­on und Hyp­no­se in Berlin

Die Depres­si­ons­sym­pto­me kön­nen von leicht bis schwer vari­ie­ren und kön­nen auch ande­re Sym­pto­me einschließen:

  • Sich trau­rig füh­len oder eine depres­si­ve Stim­mung haben
  • Ver­lust des Antriebs oder Inter­es­ses oder der Freu­de an ein­mal genos­se­nen Aktivitäten
  • Gefühl von Sinnlosigkeit
  • Appe­tit­ver­än­de­run­gen — Gewichts­ver­lust oder ‑zunah­me ohne Zusam­men­hang mit einer Diät
  • Schlaf­pro­ble­me oder zu viel Schlaf
  • Ener­gie­ver­lust oder ver­stärk­te Müdigkeit
  • Zunah­me zweck­frei­er kör­per­li­cher Akti­vi­tät (z.B. Unfä­hig­keit, still zu sit­zen, auf und ab gehen, Hän­de­rin­gen) oder ver­lang­sam­te Bewe­gun­gen oder Spra­che (ein Anhalts­punkt ist, dass die­se Hand­lun­gen von ande­ren beob­ach­tet wer­den können)
  • Sich wert­los oder schul­dig fühlen
  • Schwie­rig­kei­ten beim Den­ken, Kon­zen­trie­ren oder Tref­fen von Entscheidungen
  • Gedan­ken an Tod oder Selbstmord


Die Sym­pto­me müs­sen für eine Dia­gno­se min­des­tens zwei Wochen andau­ern und eine deut­li­che Ver­än­de­rung Ihres bis­he­ri­gen „Funk­tio­nie­rens“ darstellen.

Auch kör­per­li­che Erkran­kun­gen (z.B. Schild­drü­sen­pro­ble­me, ein Hirn­tu­mor oder Vit­amin­man­gel) kön­nen die Sym­pto­me einer Depres­si­on aus­lö­sen. Für eine Abklä­rung ist es also wich­tig, ärzt­lich all­ge­mein­me­di­zi­ni­sche Ursa­chen auszuschließen.

Ins­ge­samt ist Schät­zungs­wei­se einer von 15 Erwach­se­nen (6,7%) von einer Depres­si­on betrof­fen. Und eine von sechs Per­so­nen (16,6%) wird irgend­wann in ihrem Leben an einer Depres­si­on lei­den. Depres­sio­nen kön­nen jeder­zeit auf­tre­ten, fan­gen aber sta­tis­tisch gese­hen am häu­figs­ten in den spä­ten Teen­ager­jah­ren bis Mit­te 20 an. Bei Frau­en ist die Wahr­schein­lich­keit, an einer Depres­si­on zu erkran­ken höher als bei Män­nern. Eini­ge Stu­di­en zei­gen, dass ein Drit­tel der Frau­en im Lau­fe ihres Lebens eine schwer­wie­gen­de depres­si­ve Epi­so­de erle­ben wird. Wenn Ver­wand­te ers­ten Gra­des (Eltern/​Kinder/​Geschwister) eine Depres­si­on haben oder hat­ten, steigt durch Erb­lich­keit die Wahr­schein­lich­keit auf ca. 40%.

Depression unterscheidet sich von Traurigkeit oder Trauer und Kummer

Der Tod eines gelieb­ten Men­schen, der Ver­lust des Arbeits­plat­zes oder das Ende einer Bezie­hung sind für einen Men­schen schwer zu ertra­gen­de Erfah­run­gen. Es ist nor­mal, dass als Reak­ti­on auf sol­che Situa­tio­nen Gefüh­le der Trau­er oder des Kum­mers ent­ste­hen. Wer einen Ver­lust erlebt, kann sich selbst oft als “depri­miert” bezeichnen.

Aber trau­rig sein ist nicht das­sel­be wie eine Depres­si­on. Der Trau­er­pro­zess ist natür­lich und indi­vi­du­ell für jeden Ein­zel­nen und weist eini­ge der glei­chen Merk­ma­le einer Depres­si­on auf. Sowohl Trau­er als auch Depres­si­on kön­nen inten­si­ve Trau­rig­keit und Rück­zug von gewohn­ten Akti­vi­tä­ten beinhal­ten. Sie unter­schei­den sich aber in wich­ti­gen Aspekten:

 

  • In der Trau­er kom­men schmerz­haf­te Gefüh­le in Wel­len, oft ver­mischt mit posi­ti­ven Erin­ne­run­gen an den Ver­stor­be­nen. Bei einer schwe­ren Depres­si­on sind die­se posi­ti­ven, freu­di­gen Antei­le und das all­ge­mei­ne Inter­es­se stark vermindert.
  • In der Trau­er bleibt das Selbst­wert­ge­fühl in der Regel erhal­ten. Bei einer schwe­ren Depres­si­on sind Gefüh­le der Wert­lo­sig­keit und des Selbst­has­ses häufig.
  • In der Trau­er kön­nen Gedan­ken an den Tod auf­tau­chen, wenn man an den ver­stor­be­nen gelieb­ten Men­schen denkt oder dar­über phan­ta­siert, sich ihm “anzu­schlie­ßen”. Bei einer schwe­ren Depres­si­on kon­zen­trie­ren sich die Gedan­ken dar­auf, sein Leben zu been­den, weil man sich wert­los oder lebens­un­wür­dig fühlt oder nicht in der Lage ist, den Schmerz der Depres­si­on zu bewältigen.
  • Trau­er und Depres­si­on kön­nen neben­ein­an­der bestehen. Für man­che Men­schen kann der Tod eines gelieb­ten Men­schen, der Ver­lust eines Arbeits­plat­zes oder das Opfer eines kör­per­li­chen Angriffs gewor­den zu sein oder das Erleb­nis eines gro­ßen Unglücks zu einer Depres­si­on füh­ren. Wenn Trau­er und Depres­si­on gleich­zei­tig auf­tre­ten, ist die Trau­er schwe­rer und dau­ert län­ger als Trau­er ohne Depression.

 

Die Unter­schei­dung zwi­schen Trau­er und Depres­si­on ist wich­tig und kann hel­fen, die pas­sen­de Hil­fe, Unter­stüt­zung oder Behand­lung zu erhalten.

Informationen zu Depression und Psychotherapie in Berlin

Depres­sio­nen sind behandelbar

Wie wird Depression behandelt?

Depres­sio­nen gehö­ren zu den am bes­ten behan­del­ba­ren psy­chi­schen Stö­run­gen. Zwi­schen 80% und 90% der Men­schen mit Depres­si­on spre­chen letzt­end­lich gut auf die Behand­lung an. Fast alle Pati­en­ten errei­chen eine gewis­se Lin­de­rung ihrer Symptome.

Vor der hier ange­bo­te­nen Behand­lung soll­ten durch ärzt­li­che Abklä­rung medi­zi­ni­sche Ursa­chen aus­ge­schlos­sen wer­den. Bei ärzt­li­cher Emp­feh­lung kann die Psy­cho­the­ra­pie auch beglei­tend zu einer medi­zi­ni­schen Behand­lung erfol­gen und hilf­reich sein.

Die ärzt­li­che Behand­lung kann eine Medi­ka­ti­on ein­schlie­ßen, denn die Hirn­che­mie kann zur Depres­si­on einer Per­son bei­tra­gen. Aus die­sem Grund könn­ten Anti­de­pres­si­va ver­schrie­ben wer­den, die hel­fen, die Gehirn­che­mie zu ver­än­dern. Bei die­sen Medi­ka­men­ten han­delt es sich nicht um Beru­hi­gungs­mit­tel oder Tran­qui­li­zer. Sie sind nicht sucht­er­zeu­gend. Im All­ge­mei­nen haben Anti­de­pres­si­va kei­ne sti­mu­lie­ren­de Wir­kung auf Men­schen, die nicht an einer Depres­si­on leiden.

Anti­de­pres­si­va kön­nen inner­halb der ers­ten ein bis zwei Wochen nach der Ein­nah­me eine gewis­se Bes­se­rung bewir­ken, aber der vol­le Nut­zen wird mög­li­cher­wei­se erst nach zwei bis drei Mona­ten sicht­bar. Wenn ein Pati­ent nach meh­re­ren Wochen kei­ne oder nur eine gerin­ge Ver­bes­se­rung ver­spürt, kann sein Psych­ia­ter die Dosis des Medi­ka­ments ändern oder ein ande­res Anti­de­pres­si­vum hin­zu­fü­gen oder es erset­zen. Es ist wich­tig, Ihrem Arzt mit­zu­tei­len, wenn ein Medi­ka­ment nicht wirkt oder wenn Neben­wir­kun­gen auftreten.

Psych­ia­ter emp­feh­len den Pati­en­ten in der Regel, die Medi­ka­men­te noch sechs oder mehr Mona­te wei­ter ein­zu­neh­men, nach­dem sich die Sym­pto­me gebes­sert haben. Eine län­ger­fris­ti­ge Erhal­tungs­the­ra­pie kann vor­ge­schla­gen wer­den, um das Risi­ko zukünf­ti­ger Epi­so­den für bestimm­te Per­so­nen mit hohem Risi­ko zu verringern.

 

Dauer der Behandlung

Abhän­gig von der Schwe­re der Depres­si­on kann die Behand­lung durch Psy­cho­the­ra­pie oder/​und z.B. Hyp­no­se eini­ge Wochen oder län­ger dau­ern. In vie­len Fäl­len kann in 10 bis 15 Sit­zun­gen eine deut­li­che Ver­bes­se­rung erzielt werden.

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10179 Ber­lin (Mit­te)
(Klin­gel: Kör­per­raum Mit­te, 2. OG links)
 

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